Ein Briefing für KI-Werbung hält Ziel, Zielgruppe, Botschaft, Rahmen und Freigabeprozess fest, bevor Texte, Bilder oder Videos entstehen. Je klarer die Angaben, desto weniger Korrekturen sind nötig, egal ob Sie intern arbeiten oder mit einer Agentur.
Das Wichtigste in Kürze
- Das Briefing beantwortet: Wofür, für wen, was genau und bis wann?
- Legen Sie Markenregeln und Tabus schriftlich fest.
- Klären Sie, wer KI-Ergebnisse prüft und freigibt.
- Ein Briefing ist ein lebendes Dokument und wird nach jedem Projekt verbessert.
Bestandteile eines Briefings
| Abschnitt | Inhalt |
|---|---|
| Ziel | Was soll die Werbung bewirken? Messbare Größe festlegen. |
| Zielgruppe | Wer soll angesprochen werden? Bedürfnisse, Sprache, Kanäle. |
| Kernbotschaft | Ein Satz, der im Kopf bleiben soll. |
| Format und Kanal | Länge, Seitenverhältnis, Plattform, Menge der Varianten. |
| Marke | Tonalität, Farben, Schriften, Wörter, die Sie meiden. |
| KI-Einsatz | Wofür darf KI genutzt werden, wofür nicht? Kennzeichnung klären. |
| Rechte | Quellen für Bilder, Musik, Stimmen und deren Lizenzen. |
| Freigabe | Wer prüft was, bis wann, nach welchen Kriterien? |
| Termine und Budget | Fristen, Zwischenstände, Kostenrahmen. |
Praxisbeispiel (hypothetisch)
Ein Fahrradladen möchte einen kurzen Social-Video-Spot für die Frühjahrsaktion. Im Briefing steht: Ziel sind mehr Termine für die Inspektion, Zielgruppe sind Pendlerinnen und Pendler, Kernbotschaft „Fit für die Saison in 48 Stunden“, Format 9:16, 15 Sekunden. Als Regel gilt, dass keine Fahrräder anderer Marken zu sehen sind. KI darf Varianten für die Texteinblendungen liefern, die Auswahl trifft die Inhaberin.
Freigabe-Checkliste
- Fakten und Preise stimmen.
- Keine fremden Marken, Personen oder geschützten Werke erkennbar.
- Kennzeichnung nach den geltenden Vorgaben geprüft.
- Tonalität passt zur Marke.
- Barrierefreiheit beachtet, etwa Untertitel.
Stand der Angaben
Stand: Oktober 2026. Werkzeuge, Preise, Lizenzbedingungen und Rechtslage ändern sich. Prüfen Sie aktuelle Angaben bei den Anbietern und holen Sie bei rechtlichen Fragen fachlichen Rat ein.
Briefing-Vorlage zum Kopieren
- Projektname und Ansprechperson: …
- Ziel in einem Satz: Wir wollen … erreichen, gemessen an …
- Zielgruppe: Alter ist weniger wichtig als Situation und Bedürfnis, zum Beispiel „Pendler, die wenig Zeit haben“.
- Kernbotschaft und Beweis: Was versprechen wir, und womit belegen wir es?
- Pflichtangaben: Preise, Rechtstexte, Logo, Telefonnummer.
- Verbote: Aussagen, Bilder oder Stile, die nicht vorkommen dürfen.
- Referenzen: Zwei bis drei Beispiele, die gefallen, und eines, das nicht gefallen hat, jeweils mit Begründung.
- Lieferumfang: Welche Formate, wie viele Varianten, in welchen Dateitypen?
Wenn eine Agentur beteiligt ist
Fragen Sie nach dem Umgang mit KI: Welche Werkzeuge werden eingesetzt, wie werden Ergebnisse geprüft, wie ist die Rechtekette geregelt? Lassen Sie sich zusichern, dass Sie Nutzungsrechte an den gelieferten Inhalten erhalten, und klären Sie, ob Trainingsdaten oder Ihre Unterlagen in KI-Werkzeuge hochgeladen werden dürfen. Das gilt besonders für vertrauliche Informationen.
Häufige Briefing-Schwächen
Typisch sind unklare Ziele („mehr Reichweite“), zu viele Botschaften in einem Spot und fehlende Freigaberegeln. Wer das vermeidet, spart in der Regel mehr Zeit als jede Automatisierung.
Häufige Fragen
Wie lang sollte ein Briefing sein?
Eine bis zwei Seiten reichen meist aus. Wichtig ist, dass alle Beteiligten es verstehen.
Muss ich KI im Briefing erwähnen?
Ja, besonders bei Agenturen. So sind Erwartungen, Rechte und Kennzeichnung von Anfang an geklärt.
Wer haftet für KI-Fehler in der Werbung?
Das hängt von Vertrag und Einzelfall ab. Regeln Sie Prüfung und Verantwortung schriftlich.
Weiterführend: KI-Werbevideos von der Idee zum Spot und typische Fehler bei KI-Werbung.
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