KI-Werbevideos entstehen in sechs Schritten: Ziel und Botschaft festlegen, Konzept und Skript schreiben, Storyboard erstellen, Szenen mit KI generieren oder mit eigenem Material kombinieren, Ton und Schnitt ergänzen und das Ergebnis auf Qualität, Rechte und Kennzeichnung prüfen. KI senkt oft Zeit und Aufwand für Varianten und Formate. Für die Botschaft, die Marke und die Freigabe bleibt ein Mensch verantwortlich.
Das Wichtigste in Kürze
- Ein Werbespot braucht eine klare Botschaft, eine Handlungsaufforderung und ein Format pro Kanal.
- KI eignet sich für Szenen, Varianten, Untertitel und Voiceover, weniger für exakte Produktdarstellungen.
- Kombinieren Sie echte Produktaufnahmen mit KI-generierten Szenen, wenn Produkttreue wichtig ist.
- Planen Sie Budget nach Arbeitsschritten: Konzept, Produktion, Nachbearbeitung, Prüfung und Media.
- Klären Sie Rechte, Einwilligungen und Kennzeichnung vor der Veröffentlichung.
Was sind KI-Werbevideos?
KI-Werbevideos sind Werbespots, bei denen KI an Teilen der Produktion beteiligt ist: zum Beispiel bei Ideen und Skript, bei der Generierung von Szenen oder Animationen, bei Voiceover, Untertiteln, Schnitt oder der Anpassung an verschiedene Formate. Der Begriff umfasst sowohl komplett generierte Clips als auch klassisch gedrehte Spots mit KI-Unterstützung.
Wie entsteht ein KI-Werbespot?
- Ziel und Zielgruppe: Was soll der Spot bewirken, wer soll ihn sehen, auf welchem Kanal läuft er?
- Kernbotschaft und Idee: Eine Aussage, ein Nutzen, ein Bild. KI kann beim Ideensammeln helfen, die Auswahl treffen Sie.
- Skript und Storyboard: Szenen, Text, Bildideen und Dauer festlegen. Kurze Spots von 6 bis 30 Sekunden verlangen eine klare Dramaturgie.
- Produktion: Szenen mit Text- oder Bild-zu-Video-Tools generieren, echte Aufnahmen einbinden, Voiceover und Musik ergänzen.
- Schnitt und Veredelung: Szenen zusammenfügen, Farben angleichen, Untertitel, Logo und Call-to-Action einsetzen.
- Prüfung und Freigabe: Bildfehler, Fakten, Rechte, Marke und Kennzeichnung kontrollieren.
- Varianten und Test: Formate, Längen und Botschaften testen.
Was kann KI übernehmen und was nicht?
| Aufgabe | KI geeignet? | Hinweis |
|---|---|---|
| Ideen und Skriptentwürfe | Ja | Menschliche Auswahl und Überarbeitung |
| Stimmungs- und Hintergrundszenen | Ja | Mehrere Durchläufe einplanen |
| Produktdarstellung | Eingeschränkt | Echte Aufnahmen nutzen, damit nichts irreführt |
| Personen und Sprecher | Mit Vorsicht | Einwilligung und Kennzeichnung klären |
| Voiceover und Untertitel | Ja | Aussprache und Fehler prüfen |
| Formate und Varianten | Ja | Hoch- und Querformat, verschiedene Längen |
| Marken- und Rechtsprüfung | Nein | Bleibt Aufgabe von Menschen |
Wie planen Sie das Budget?
Statt Pauschalen sollten Sie die Arbeitsschritte betrachten: Konzept und Skript, Produktion (Tools, ggf. Drehs), Nachbearbeitung, Voiceover und Musik, Prüfung und Freigabe, Anpassung auf Formate sowie das Media-Budget für die Ausspielung. KI kann einzelne Posten verringern, vor allem bei Varianten. Dafür kommen Zeit für Prüfung und Korrektur hinzu. Konkrete Preise der Tools ändern sich und stehen auf den Anbieterseiten.
Welche rechtlichen Punkte sind wichtig?
Der Abschnitt gibt einen Überblick und ersetzt keine Rechtsberatung.
- Persönlichkeitsrechte: Für Avatare, Stimmen und erkennbare Personen ist eine Einwilligung nötig.
- Urheber- und Nutzungsrechte: Prüfen Sie Tool-Bedingungen für kommerzielle Nutzung sowie Rechte an Musik und Fremdmaterial.
- Werberecht: Darstellungen dürfen nicht irreführen. Produktversprechen müssen stimmen.
- Kennzeichnung: Für realistisch wirkende KI-Inhalte können Transparenzpflichten und Plattformregeln gelten. Prüfen Sie den aktuellen Stand.
- Datenschutz: Keine personenbezogenen Daten ohne Rechtsgrundlage in Tools eingeben.
Wie sichern Sie die Qualität?
- Bildfehler suchen: verformte Hände, flackernde Details, unlogische Bewegungen
- Logo, Schrift und Produkt aus Originaldateien einsetzen
- Ton prüfen: Aussprache, Lautstärke, Schnitt
- Markenfarben, Tonalität und Bildsprache gegen den Styleguide prüfen
- Auf Zielgeräten ansehen, besonders auf dem Smartphone
- Mit Untertiteln anschauen, weil viele Videos ohne Ton laufen
Checkliste vor dem Start der Kampagne
- Ziel, Botschaft und Kanal festgelegt
- Skript und Storyboard freigegeben
- Produktdarstellung korrekt und rechtlich geprüft
- Rechte an Material, Stimmen und Musik geklärt
- Kennzeichnung nach aktuellen Regeln bedacht
- Formate, Untertitel und Call-to-Action vorhanden
- Tracking und Testplan für die Ausspielung eingerichtet
Häufige Fragen zu KI-Werbevideos
Wie lang sollte ein Werbevideo sein?
Das hängt vom Kanal ab. Kurze Formate funktionieren in sozialen Netzwerken, längere für Erklärungen. Der Einstieg in den ersten Sekunden ist entscheidend.
Können KI-Videos echte Produktaufnahmen ersetzen?
Für Produktdarstellungen sind echte Aufnahmen meist die bessere Wahl. KI eignet sich für Umgebungen, Stimmungen und Varianten.
Muss ich KI-Werbevideos kennzeichnen?
Nicht in jedem Fall. Bei realistisch wirkenden synthetischen Inhalten können Pflichten oder Plattformregeln gelten. Prüfen Sie die aktuelle Rechtslage.
Wie viele Varianten sollte ich testen?
Beginnen Sie mit zwei bis drei Varianten einer Botschaft oder eines Einstiegs und werten Sie diese getrennt aus.
Fazit
KI beschleunigt die Produktion von Werbespots, doch Botschaft, Marke und Prüfung bleiben menschliche Aufgaben. Starten Sie mit einem kurzen Pilotspot, werten Sie ihn aus und bauen Sie den Prozess aus. Konzept und Umsetzung begleitet Sie gern That Works Media.
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