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Online-Kurs erstellen: Ablauf von der Idee bis zum Start

Einen Online-Kurs erstellen Sie in sieben Schritten: Zielgruppe klären, Lernziele festlegen, Inhalte gliedern, Material produzieren, Plattform wählen, Probelauf durchführen und starten. Der Aufwand liegt meist in Konzept und Produktion, weniger in der Technik.

Das Wichtigste in Kürze

  • Beginnen Sie mit der Zielgruppe und ihrem Problem, nicht mit der Technik.
  • Formulieren Sie Lernziele, die Sie überprüfen können.
  • Kleine, aufeinander aufbauende Module sind leichter zu lernen und zu pflegen.
  • Testen Sie den Kurs mit einer kleinen Gruppe, bevor Sie ihn verkaufen.

Die sieben Schritte

  1. Zielgruppe und Bedarf: Wer soll was lernen, und warum?
  2. Lernziele: Was können Teilnehmende nach dem Kurs? Formulieren Sie konkret.
  3. Gliederung: Module, Lektionen, Übungen, Abschlussaufgabe.
  4. Produktion: Videos, Texte, Arbeitsblätter, Quiz.
  5. Plattform: Kursplattform oder Lernmanagementsystem wählen.
  6. Probelauf: Mit einer kleinen Gruppe testen und Feedback sammeln.
  7. Start und Betreuung: Kommunikation, Support, Aktualisierung.

Plattform auswählen

Kriterium Fragen
Funktionen Videos, Quiz, Zertifikate, Fortschrittsanzeige?
Kosten Abo, Transaktionsgebühren, Zusatzmodule?
Datenschutz Serverstandort, Auftragsverarbeitung?
Standards Unterstützt die Plattform SCORM oder ähnliche Formate?

Ein Überblick steht im Beitrag zu Lernmanagementsystemen. Wie Sie Lerninhalte als Paket bereitstellen, erklärt 3 Schritte zur Erstellung einer SCORM-Datei. Passende Werkzeuge zur Produktion finden Sie bei den Autorentools für E-Learning.

Praxisbeispiel (hypothetisch)

Eine Yoga-Lehrerin möchte einen Kurs für Rückengesundheit anbieten. Sie legt sechs Module à drei Lektionen fest, filmt kurze Übungsvideos mit dem Smartphone, ergänzt PDF-Übersichten und eine wöchentliche Frage-Runde. Vor dem Start testet sie das Material mit acht Personen.

Typische Fehler

  • Zu viel Inhalt, zu wenig Übung.
  • Unklare Lernziele.
  • Schlechte Tonqualität, die stärker stört als ein einfaches Bild.
  • Fehlende Betreuung nach dem Start.

Stand der Angaben

Stand: Oktober 2026. Werkzeuge, Preise, Lizenzbedingungen und Rechtslage ändern sich. Prüfen Sie aktuelle Angaben bei den Anbietern und holen Sie bei rechtlichen Fragen fachlichen Rat ein.

Aufwand und Zeitplan realistisch einschätzen

Planen Sie für jede Stunde fertigen Kursinhalt deutlich mehr Stunden Vorbereitung und Produktion ein. Konzept, Skript, Aufnahme, Schnitt, Quiz und Tests summieren sich. Beginnen Sie mit einem Minimalkurs, der ein klares Problem löst, und erweitern Sie ihn nach den ersten Rückmeldungen.

Preis und Zielgruppe

Der Preis sollte zum Nutzen passen, den Teilnehmende erwarten. Vergleichen Sie ähnliche Angebote, prüfen Sie, welche Leistungen enthalten sind (Betreuung, Zertifikat, Zugang auf Dauer), und testen Sie das Angebot mit einer kleinen Gruppe. Rechtliche Pflichten wie Widerrufsrecht, Impressum und Datenschutz sollten Sie vor dem Verkauf prüfen.

Häufige Fragen

Wie lange dauert die Erstellung eines Kurses?

Das hängt vom Umfang ab. Für einen kleinen Kurs sind einige Wochen realistisch, bei vielen Modulen entsprechend länger.

Brauche ich teure Technik?

Nicht unbedingt. Ein gutes Mikrofon und ruhiges Licht verbessern Qualität mehr als eine teure Kamera.

Muss ich den Kurs regelmäßig aktualisieren?

Ja, besonders bei Software oder Rechtsthemen. Planen Sie feste Prüftermine ein.

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Written by MediaHub360Team

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